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Archive for the 'Neukölln' Category



El Dai’a

Dienstag, April 1st, 2008

Die libanesische Flagge dominiert die Fassade dieses authentisch wirkenden Lokal. Die Einrichtung ist schlicht, der Raum ist hell, und angeboten werden nicht nur die Standardgerichte, sondern auch Spezialitäten wie Innereien, simple Bohnengerichte in großen Töpfen und Hummusteller, die traditionsgemäß mit rohen Zwiebeln und bitteren Oliven serviert werden.

Doch für mich nimmt der freundliche Mann hinter dem Tresen fertige Falafelkugeln und stellt sie in die Mikrowelle - schade. Das gerollte Brot ist außerdem von der trockenen Sorte - aber das bin ich mittlerweile gewöhnt. Alles andere ist jedoch richtig gut: Tomate und saure Gurken, Zwiebel, viel frische Petersilie, ein Bisschen scharfe Soße und eine echte arabische Tahina, die sowohl von der Konsistenz als auch vom Geschmack her (Sesampaste, Zitrone, Knoblauch, Wasser) einfach perfekt ist. Auch wenn die faden, aufgewärmten Kugeln das Bild trüben, freue ich mich über die gelungenen Beilagen.

El Dai’a, Sonnenallee 46, 12045 Berlin
(Neukölln, U-Bahn Hermannplatz)

Preis: 2,00 EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).

Bassam

Freitag, Mai 19th, 2006


In einer Seitenstrasse gelegen, sieht das Bassam wie einer dieser Kulturvereine aus, wie sie im Osten Westberlins häufig anzutreffen sind. Das gibt ihm den Charme des Authentischen. Das Speiseangebot ist sehr eingeschränkt und die Einrichtung schlicht. Der Herr am Tresen bedient freundlich und mit aller Ruhe. Ein Falafelsandwich kostet einen Euro.

Die Kugeln sind schon gemacht und werden in das gerollte Fladenbrot gepresst, bevor das Ganze in die Mikrowelle wandert. Der Salat ist lecker und die Tahina gut. Das Ergebnis ist ein mittelmäßiges Mikrowellenfalafel, aber bei dem Preis vollkommen in Ordnung.

Bassam, Friedelstr. 24, 12047 Berlin
(Neukölln, U-Bahn Schönleinstrasse)

Preis: 1,00 EUR.
Falafelnote: 5/10 (mangelhaft).

Al-Andalos

Samstag, Februar 25th, 2006


Im Al-Andalos sieht es authentisch aus: An der Aussenvitrine prangert stolz die libanesische Zeder, innen spielt moderne arabische Musik, eine Männergruppe an einem der Stehtische unterhält sich laut mit dem jungen Mann hinter dem Tresen, und vor dem Fenster liegen Flyers aus, die zu einer “Kundgebung gegen Beleidigung des Propheten” aufrufen. Am auffälligsten jedoch ist der besondere Preis: Alle Sandwiches (Falafel, Shawarme, Hummus, Kibbe etc.) für ein Euro. Wenn das kein Angebot ist.

Dem Preis entsprechend fällt der Falafel allerdings klein aus. Sehr klein. In das winzige gerollte Fladenbrot zwingen sich etwas Tomate, eingelegter Rettich und eine fast pürierte Falafelkugel - mehr passt auch nicht rein. Das ganze schmeckt in Ordnung, die Tahina ist bissig und das Brot nicht unfrisch. Aber was nützt mir der Preishammer, wenn ich zum Sattwerden noch etwas bestellen muss?

Al-Andalos, Sonnenallee 40, 12045 Berlin
(Neukölln, U-Bahn Hermannplatz)

Preis: 1,00 EUR.
Falafelnote: 4/10 (ungenügend).