Archive for the 'Moabit' Category
Khalife
Samstag, August 11th, 2007In Moabit gibt es doch mehr Falafelläden, als ich zunächst angenommen habe. “Falafel Khalife” zum Beispiel ist ein einladend aufgeräumter Imbiss in einer Seitenstraße zwischen Alt-Moabit und der belebten Turmstraße. Auch hier ist die Lautstärke der arabischen Musik angenehm, die Bedienung freundlich und die eingelegten Fleischgerichte in der Vitrine wecken meine Neugier. Vielleicht beim nächsten Mal - heute bin ich wieder zum Falafeltesten da.
Die bereits fertigen Kugeln wandern samt trockenes Brot als allererstes in die Mikrowelle. Nicht gut. Was danach kommt, ist ordentlich, aber der Schaden ist nicht mehr gut zu machen. Der ordentliche Salat mit Tomaten, eingelegtem Rettich (den sieht man immer mehr) und etwas Tabbouleh, die leckere scharfe Soße und eine hervorragend bissige Tahina von bester Konsistenz, das alles kann nicht verbergen, dass die Kugeln schon trocken und das Brot von der Sorte ist, die auch dann trocken schmeckt, wenn sie frisch ist. Schade. Potential wäre jedenfalls da.
Khalife, Ottostr. 19, 10555 Berlin
(Moabit, U-Bahn Turmstr.)
Preis: 2,00 EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).
Awesta
Montag, Juli 16th, 2007Der Freund, der mir diesen Laden (naja, Laden ist übertrieben) empfiehlt, schwärmt: “Der Ort sieht wirklich nicht viel versprechend aus, aber gerade deshalb ist er so besonders”. In einem zusammengeschusterten Schuppen neben einem Blumenladen und gegenüber Humana an der U-Bahn Turmstr. befindet sich dieser Imbiss, der eigentlich auf günstige Pizzen spezialisiert ist. Nein, viel versprechend sieht es hier wirklich nicht aus. Immerhin stehen draußen Plastikstühle unter dem vorgezogenen Kunststoffdach. Außerhalb der Stoßzeiten sitzt der Wirt gelangweilt in der Sonne, und die Maschinerie muss erst noch angeschaltet werden. Der Falafel läßt einige Minuten auf sich warten.
Aber das Warten lohnt sich tatsächlich. Anstatt ein fertiges Fladenbrot zu nehmen, nimmt man hier einen Teig, drückt ihn platt und schiebt ihn in den Pizzaofen. Lecker! Wenn das frisch gemachte Fladenbrot raus kommt, werden die gerade fritierten, innen grünen Kugeln angedrückt und mit etwas Salat und Zitronensaft (kein Scherz!) angereichert. Die Kugeln, die Tahina und der Salat sind ein Bisschen fad, aber das Brot ist einmalig und das Sandwich ist sehr groß. Insgesamt also der beste Falafel in Moabit - bisher.
Awesta, Turmstr. 28, 10551 Berlin
(Moabit, U-Bahn Turmstr.)
Preis: 2,00 EUR.
Falafelnote: 7/10 (befriedigend).
Aladin
Freitag, Juli 6th, 2007
(Diesen Laden gibt’s inzwischen nicht mehr)
Der junge Mann hinter der Theke des unscheinbaren Imbiss Aladin ist fast überrascht, dass am frühen Freitag Abend Kundschaft in den Laden kommt. In dieser Gegend (für mich in Büronähe) ist um die Uhrzeit nicht viel los, und so holt er die Falafelmasse noch einmal aus der Küche und macht Feuer unterm Fritieröl - das dauert. Im Aladin ist es eng und schlicht, aber der junge Mann ist zum Glück gesprächig, so dass keine Langeweile aufkommt.
Der Falafel kommt in einem frischen, gerollten Brot daher, das vorher noch schnell im Pizzaofen angenehm aufgewärmt wird. Kugeln und Salat (mit sauren Gurken und Zwiebeln) sind solide. Das Ganze könnte mehr von der akzeptablen, leichten Tahina-Sauce vertragen, wenn bloß das Brot dem standhalten könnte - wie das bei der gerollten Pita-Variante halt so ist. Insgesamt keine Offenbarung, aber in der Gegend kenne ich auch noch nichts besseres.
Aladin, Alt-Moabit 15, 10555 Berlin
(Moabit, U-Bahn Turmstr.)
Preis: 2,00 EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).
El Reda
Freitag, Juni 29th, 2007Zunächst: Verwirrung! Schräg gegenüber vom Restaurant liegt ein kleiner Grillimbiss und eine Fleischerei, die sich ebenfalls “El Rida” und “El Reda” nennen. Zum Falafel konnte ich mich aber noch durchfragen. Das Restaurant selbst ist sehr groß und bietet reichlich Platz für Familien drinnen und draußen. Am Eingang stehen vier geschäftige Männer hinter der Theke und bedienen den Kohlengrill. Sieht vielversprechend aus und vor allem authentisch.
Der Falafel erfüllt die Erwartungen jedoch nicht. Er ist ziemlich klein, die Kugeln sind nicht mehr heiss, der Salat standard, und das gerollte Brot fällt trotz der geringen Größe am Ende auseinader. Anlass zur Hoffnung bietet die perfekte Tahina, die bisher zu den besten der Stadt gehört. Da sehe ich es ihr auch nach, dass sie durch das Brot auf meine Hose tropft. Ich werde das Restaurant bestimmt mal ausprobieren - die Gerichtsvielfalt vom offenen Kohlengrill sieht wirklich verführerisch aus. Aber einen zweiten Falafel werde ich dort wohl nicht mehr essen.
El Reda, Huttenstr. 70, 10553 Berlin
(Tiergarten, U-Bahn Turmstr. / S-Bahn Beusselstr.)
Preis: 2,00 EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).






