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Al Gasali

Es ist Walpurgisnacht am Boxhagener Platz, und meine Anwesenheit dient der stillen Sympatiebekundung mit den Anarchosyndikalisten der FAU. Das kapitalistische Gewerbe rund um den Platz macht das Geschäft des Jahres. So auch der schlichte syrische Imbiss “Al Gasali”, benannt nach einem persischen (!) Islamgelehrten aus dem 11. Jahrhundert. Revolution macht bekanntlich Hunger, und ich teste.

Positiv: Die Kugeln sind schon fertig. Sie sind frisch, lecker und mit viel Knoblauch - Jugenderinnerungen werden wach. Das Sandwich ist in 30 Sekunden gemacht. Das Brot ist auch frisch und lauwarm. Das hätte was werden können, aber: Der Salat ist trocken und spärlich, wenn auch frisch, und die Sosse ist kaum erkennbar. Außerdem sind zu wenige Kugeln im Brot, und mit dem wenigen Salat wirkt es etwas luftig. Eine Pita muss vollbepackt sein und trotzdem halten. Diese hier wird nicht einmal ernsthaft in Anspruch genommen, und ich habe den Verdacht, sie wäre einer richtigen Falafellast nicht gewachsen.

Al Gasali, Krossener Str. 21, 10245 Berlin
(Friedrichshain, U-Bahn Frankfurter Tor / S-Bahn Warschauer Str.)

Preis: 2,- EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).

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