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Archive for Juli, 2007

Siraj

Sonntag, Juli 22nd, 2007

Hinter dem eleganten Savignyplatz versteckt, nahe des überlaufenen Kudamms, steht das Siraj tagsüber meist leer. Ob hier abends was los ist? Lokale Falafelkonkurrenz hat das orientalische Schnellrestaurant, das schlicht und geräumig wirkt und bequeme Sitzmöglichkeiten innen und außen anbietet, jedenfalls nicht zu fürchten. Allerdings scheinen die Touristen dieser Gegend eher auf Latte Macchiato und auf Touristenfallen der gehobenen Preiskategorie zu stehen, als auf Falafel.

Der Falafel muss noch frisch fritiert werden und läßt entsprechend auf sich warten. In das frische, runde Pitabrot (gut!) kommen die gut gewürzten Kugeln mit Tomate, Salat und gutem Tabbouleh (Petersiliesalat), als Saucen kommen sowohl Tahina als auch Joghurt zum Einsatz - die Kombination gelingt. Leider ist das Brot der Last der zwei Saucen am Ende nicht mehr gewachsen, aber ich stelle dann immerhin fest, dass ich mir die Finger sauber lecke. Ein gutes Zeichen.

Siraj, Grolmanstr. 27, 10623 Berlin
(Charlottenburg, U-Bahn Uhlandstr. / S-Bahn Savignyplatz)

Preis: 2,30 EUR.
Falafelnote: 7/10 (befriedigend).

Awesta

Montag, Juli 16th, 2007

Der Freund, der mir diesen Laden (naja, Laden ist übertrieben) empfiehlt, schwärmt: “Der Ort sieht wirklich nicht viel versprechend aus, aber gerade deshalb ist er so besonders”. In einem zusammengeschusterten Schuppen neben einem Blumenladen und gegenüber Humana an der U-Bahn Turmstr. befindet sich dieser Imbiss, der eigentlich auf günstige Pizzen spezialisiert ist. Nein, viel versprechend sieht es hier wirklich nicht aus. Immerhin stehen draußen Plastikstühle unter dem vorgezogenen Kunststoffdach. Außerhalb der Stoßzeiten sitzt der Wirt gelangweilt in der Sonne, und die Maschinerie muss erst noch angeschaltet werden. Der Falafel läßt einige Minuten auf sich warten.

Aber das Warten lohnt sich tatsächlich. Anstatt ein fertiges Fladenbrot zu nehmen, nimmt man hier einen Teig, drückt ihn platt und schiebt ihn in den Pizzaofen. Lecker! Wenn das frisch gemachte Fladenbrot raus kommt, werden die gerade fritierten, innen grünen Kugeln angedrückt und mit etwas Salat und Zitronensaft (kein Scherz!) angereichert. Die Kugeln, die Tahina und der Salat sind ein Bisschen fad, aber das Brot ist einmalig und das Sandwich ist sehr groß. Insgesamt also der beste Falafel in Moabit - bisher.

Awesta, Turmstr. 28, 10551 Berlin
(Moabit, U-Bahn Turmstr.)

Preis: 2,00 EUR.
Falafelnote: 7/10 (befriedigend).

Babel

Dienstag, Juli 10th, 2007

Es herrscht Hochbetrieb im Babel an der schmucken Kastanienallee. Das beliebte Restaurant bietet reichlich Platz, innen bei lauter arabischer Musik, und draußen auf der Straße. Große Teller mit libanesischen Spezialitäten lassen hungrige Herzen höher schlagen. Die hektische Bedienung arbeitet schnell und routiniert, und die großen Falafelkugeln ruhen schon am Rande des Öltopfs und warten auf ihren Einsatz.

Und der kann sich sehen lassen. Auf das große, dünne Fladenbrot gesellen sich zu den zwei platt gedrückten, warmen, innen grünen Kugeln Salat, rote Zwiebeln, gelbe Paprika, eingelegter Rettich, Gurke, Tomate und sogar etwas Rucola. Mit jedem Biss eine neue Überraschung. Die Tahina hat eine gute Konsistenz und das Ganze wird dann fachmännisch gerollt und warm gepresst. Super. Noch besser wäre es, wenn der Salat fein geschnitten und das Brot weich statt warm wäre. Aber ich will mal nicht kleinlich sein.

In der Partie P-Berg gegen X-Berg steht es nun 2:1.

Babel, Kastanienallee 33, 10435 Berlin
(Prenzlauer Berg, U-Bahn Eberswalder Str.)

Preis: 3,00 EUR.
Falafelnote: 8/10 (gut).

Aladin

Freitag, Juli 6th, 2007

(Diesen Laden gibt’s inzwischen nicht mehr)

Der junge Mann hinter der Theke des unscheinbaren Imbiss Aladin ist fast überrascht, dass am frühen Freitag Abend Kundschaft in den Laden kommt. In dieser Gegend (für mich in Büronähe) ist um die Uhrzeit nicht viel los, und so holt er die Falafelmasse noch einmal aus der Küche und macht Feuer unterm Fritieröl - das dauert. Im Aladin ist es eng und schlicht, aber der junge Mann ist zum Glück gesprächig, so dass keine Langeweile aufkommt.

Der Falafel kommt in einem frischen, gerollten Brot daher, das vorher noch schnell im Pizzaofen angenehm aufgewärmt wird. Kugeln und Salat (mit sauren Gurken und Zwiebeln) sind solide. Das Ganze könnte mehr von der akzeptablen, leichten Tahina-Sauce vertragen, wenn bloß das Brot dem standhalten könnte - wie das bei der gerollten Pita-Variante halt so ist. Insgesamt keine Offenbarung, aber in der Gegend kenne ich auch noch nichts besseres.

Aladin, Alt-Moabit 15, 10555 Berlin
(Moabit, U-Bahn Turmstr.)

Preis: 2,00 EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).